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THE EYE   "CUBE"

INFO


BAND: The Eye

ALBUM: "CUBE"

VERSION:  Gapless (komplettes Album ohne Titeltrennung)
      
               1x mp3 Headphone-Version / 1x Speaker-Version

SPIELZEIT: ca. 78:12:00 min

FORMAT: mp3 / 320 kbps

DATEI GRÖßE: ca. 360.000 MB (download als zip Datei)

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CUBE


01. SPERARE 11
Ich vermag nicht zu sagen, wie viel Zeit im Schlaf vergangen. Waren es Monate oder  doch schon Jahre, der erste Gedanke beim  Öffnen der Augen.  Wie in der Ausbildung immer wieder gelehrt, übertrug ich die ersten Schritte zum Öffnen der Schlafkapsel zu METO, einen implantierten Chip, der mich mit plastischer Stimme begrüßte:  »Hallo Samuja, die Kommunikation wird wieder hergestellt. «Ich befand mich an Bord von SPERARE 11, eine von wenigen Raumfähren, die nur für uns Auserwählten erbaut. Die transparente Kuppel des Ruhemoduls entriegelte sich und verschwand in der Verkleidung der Fähre, zugleich an den Bordwänden das Leben aus Elektronik und Mechanismus erwachte. »Die Nahrungszufuhr wird nun eingeleitet«, meldete sich METO zurück. Ich blieb ruhig liegen und dutzende Schläuche füllten sich mit Flüssigkeiten, transportierten ihre Farbenpracht in meinen Körper. Ich starte an die Decke, ein Meer aus kleinen und großen Displays. »Welches Datum schreiben wir heute METO? «  »Wir haben das Jahr 2123, Datum und Zeit nach Erdrechnung und Ausgangspunkt  entspricht dem Kalendertag  09 17, 16:32 europäischer Zeit. « Ich erschrak bei dem Gedanken über Jahrzehnte geschlafen zu haben, eine körperliche Veränderung aber nicht stattgefunden hat. »Zusammentreffen mit CUBE in 4 Tagen, 2 Stunden und 34 Minuten«, unterbrach METO meine Gedanken. Langsam lösten sich die Verbindungen zwischen meinen Körper und dem System, METO nun meine Liegefläche in die Sitzposition brachte. Durch das kleine Fenster der Fähre sah ich in ein schwarzes Nichts, hier und da mal ein kleines Leuchten. Wie mag es wohl meinen Begleitern in den anderen Fähren gehen den und wie sieht es auf der Erde aus? Die Synchronisation veranlasste METO zur Beantwortung.  »Verlust von SPERARE 2, 18, 21 und 35 verzeichnet, Shuttle 7, 13, 16 und letztes Mission-Schiff mit der Nummer 40 zeichnen kein Lebenszeichen mehr auf, die 32 verbliebenen laufen Synchron zueinander. « Ich kannte sie alle, weiß aber nicht, wer mit welchem Shuttle nach mir die Reise angetreten hat. Das Fehlen dieser Information stimmte mich traurig, derweilen METO die Kommunikation fortsetzte.  »98 Prozent der Erdoberfläche ist aktuell von Wasser bedeckt, Natur und Fauna weitestgehend zerstört. «  METO unterbrach für Sekunden die Kommunikation, dass Schiffsinnere nun zur Projektions-Fläche aus Krieg und Chaos dient. Die Informationsflut aus Jahrzehnten bringt mich an die Grenzen des erträglichen.  »Sperrmauern von Avers-Juf  von Bio-Mensch durchbrochen«, fuhr METO fort,  »Angriff konnte nur teilweise von unserer Lebensform zurückgedrängt werden,  große Teile des Atmosphären-Schutzmantels wurden bei den kriegerischen Handlungen durch den Feind zerstört. «  Die Bilder gaben das wieder, was unsere Gelehrten die "düstere Zukunft" nannten.  »Aktueller Bestand von tierischer Lebensform 0,7 Prozent, biologisch menschlich 1,1 Prozent, biologisch mechanisch 2,3 Prozent, weiter abnehmend«, gab METO bekannt. Eine erschreckende surreale Bilderflut umschlang mein ganzes Wesen und griff schmerzend zu.  »Samuja!«, meldete sich METO zurück, »Sieh hin, unser Vermächtnis wird von Rückständigkeit bekriegt, der rein biologische Mensch brachte Chaos und Leid über diesen Planeten, auch die Wiege unseres Volkes wird durch deren Feuer verbrennen, unaufhaltsam wird das Wasser den Menschen-Untergang bringen, aber auch unser Leben ertränken, der Planet dem Untergang geweiht, das berechnete planetarische Ende bei 2124 liegt.« Stunden vergehen, METO beendete die Kommunikation und sprach: »Es wird Zeit für die Nahrungsaufnahme. « Langsam senkte sich mein Bett und ich wurde wieder mit dem System verbunden. Wenn mir bis hier meine Mission immer noch nicht bewusst, ist jedes gebrachte Opfer unserer Rasse eines zu viel, schoss es mir durch den Kopf. Wir sind die höchste Stufe kybernetisches Leben, von den Menschen auch Cyborgs genannt. Schon unsere Vorfahren erkannten den menschlichen Makel und nahmen deshalb ihre Zukunft selbst in die Hand. Wirtschafts- und Ressourcen-Kriege waren das eine, mit dem aggressiv zunehmende Klimawandel  brach das globale Gefüge aber völlig auseinander. Aus der Länderflucht von Millionen wurde eine kontinentale Fluchtwelle von Milliarden aus, wieder Auslöser für unzählige Kriege, diese zuletzt selbst kein Boden mehr fand, um einen Sieger hervorzubringen. Ich entstammt der letzten Generation und nur in unseren Händen liegt nun die Zukunft, unsere Mission darf nicht scheitern. Mit jedem Schlaf-Zyklus wurden weitere Informationen aus dem System am METO weitergegeben. Den ersten Kontakt mit „CUBE" verzeichnete das Bordsystem 2 Tage vor der Zusammenkunft und gab es an METO weiter. Erst jetzt wurde mir klar, dass „CUBE" schon Jahrzehnte vor dem Start unserer Mission unterwegs war. Unsere Shuttles müssen mit einer immensen Geschwindigkeit unterwegs sein, ihr Ziel nur dem Aufholen der Distanz dient, um dann vor Ort umzusteigen. Viel Information lag über die Station „CUBE" noch nicht vor, nur das ich daraus entnehmen konnte, das die Ankunft unserer Fähren sich nach der Startzeit richtet. Eine Kommunikation zwischen den Mission´s-Teilnehmern wird wohl auch auf „CUBE" nicht möglich sein. Ich errechnete mein irdisches Alter, während das System mir wie üblich die Nahrung zuführte. Siebzehn stand auf dem Display, Siebzehn. Unvorstellbar dachte ich und schloss die Augen. »Zeit ist nur die Messung aus irdischer Sicht«, mahnte METO und fuhr fort: »Das habt ihr alle vom ersten Tag eurer Existenz gelernt. Ihr wurdet alle am gleichen Tag geboren, hunderte dienten nur dem Zweck ihr Wissen an euch weiterzugeben, der einzigen noch verbliebenen Möglichkeit, einen neuen Planeten zu finden, das Überleben unseres Volkes zumindest in Aussicht zu stellen, es liegt nun an uns, dieses Ziel zu erreichen. « Mit dieser Information viel ich in tief in den Schlaf. »Samuja!« Eine vertraute Stimme weckte mich. »Öffne die Augen, das Ziel ist in Sichtweite. « Der Raum war erfüllt von ewiger Dunkelheit, in der Mitte erblickte ich ein dunkles Quadrat, sich langsam um die eigene Achse  drehend. METO zoomte weiter heran und die Konturen wurden immer schärfer. »Das ist CUBE, unser Ziel. « Sofort legte ich die Maß-Matrix über die Projektion und zweifelte einen Moment, ob ich den Angaben trauen sollte. Das waren gigantische Werte und ich zog zum Vergleich die Ausmaße von Juf, meine Heimat heran. »1043 zu 1«, meldete METO sich zurück. »CUBE, gesamt 341 Elemente, davon 40 Basen die wiederum unterteilt in 5 Sektoren, jeweils 1 virtuelle Welt für jeden von euch in dieser Welt. « Mir verschlug es den Atem. »Für jeden von euch eine Art Kontinent, nur eben viel kleiner«, fuhr METO fort. »Dieses Konzept dient eurer Sicherheit und erst am Ende der zweiten Ausbildungsphase mit anschließender Transformation werdet ihr wieder vereint, begebt euch dann auf die eigentliche Suche nach einer neuen Heimat. « Ich starrte auf das immer näher kommende Objekt und wurde durch die üblichen Prozeduren an Bord aus meinen Gedanken gerissen. »Es wird Zeit Samuja, die letzte Nacht an Bord von SPERARE verlangt einen anstrengenden Datenaustausch zwischen uns und den schon empfangenen Daten von CUBE auf das Bordsystem, ich wünsche eine angenehme Nachtruhe.« Ich erwachte durch ungewöhnliche Geräusche, die Abdeckung war wieder geschlossen und ich schwebte mit der Kapsel  in der Mitte des Shuttles. Auch der Winkel hatte sich geändert. In liegender Position war es mir nun möglich, aus dem kleinen Fenster zu schauen. »Guten Morgen Samuja«, begrüßte mich METO. »Zusammenkunft in 34 Minuten und 16 Sekunden!«  In dem Moment spürte ich eine Veränderung der Neigungsachse des Shuttles und das große Display über mir schaltete sich ein.
02. VISUAL WORLD
Als stehe man vor einer schwarzen Wand, von unzähligen Strukturen gezeichnet. Nach und nach erwachte ein  Lichtermeer aus Scheinwerfern, befreite den Giganten aus der leeren Dunkelheit und setzte ihn in gleißendes Licht. Riesige Stempel öffneten unter ohrenbetäubendem Lärm ein stählernes Tor. Weiter Luken gaben die Führungsvorrichtungen frei, die nach dem Shuttle griffen. Ich war am Ziel, dem tatsächlichen Ausgangspunkts meiner Mission angekommen. Wieder veränderte sich die Lage der Fähre und das Shuttle-Dach öffnete sich langsam. »Die Umsetzungsphase beginnt in 10, 9, 8…...«, vernahm ich vom System der Fähre und METO gab zu verstehen: »Es ist soweit Samuja. « Die Fähre drehte sich wiederholt, mein Lebensmodul erhob sich Richtung Dunkelheit. Sanft umschlangen die Halterungen von CUBE mein kleines Heim und brachten mich in die Obhut der Station. Mein Shuttle hingegen sah ich unkontrolliert in den Weiten des Universums verschwinden, SPERARE, ich dieses Schiff es doch verdanke, bis hier hergekommen zu sein. Immer tiefer glitt ich in die Station, das schwere Tor hinter mir sich lautlos schloss und es zunehmend dunkler wurde. Es wurde still, die Elektronik samt Display in meinem Modul war erloschen und auch von METO kam keine Information. Eingeschlossen lag ich in einem Bett und starrte durch die Abdeckung in die Dunkelheit. Hatte mich jetzt das Glück verlassen, versagte hier das System, sollte hier mein Ende sein? Endlos schien die Zeit des Wartens und ich schlief ein. Im Traum sah ich die Sonne aufgehen, sie wärmte mich, ohne zu schmerzen. Auch sah ich Vögel am Himmel, die ich nur aus dem Archiv von METO kannte. Das Meer war hier mein Freund und nicht mein Feind. Ich lag mit Freunde am Strand und wir ließen uns von dessen Wellen streicheln. Noch nie fühlte ich mich so sicher und geborgen. Ich vernahm Stimmen die ich nie zuvor gehört, ihr Klang weit ab von dem Gefühl, Angst und Schrecken in dessen Botschaft zu tragen. Der Wind trug einen lieblichen Duft und mit ihm erklang die Stimme von METO am Firmament: »Willkommen auf CUBE, Samuja. « Ich begriff diese Information nicht und schaute mich um. Einige Meter vor mir lag ein Schlafmodul im Sand. Ich ging langsam darauf zu. Die Abdeckung war geöffnet und ich kniete mich vor die Kapsel und starte auf das Display in der Konsole. "SPERARE 11" stand da, blinkte immer wieder auf. : »Das ist mein Schlafmodul, « kam es über meine Lippen. »Du träumst nicht Samuja, du bist nicht eingeschlafen, dies ist Realität. « hörte ich die Stimme von METO sagen. »Deine Mission hat schon längst begonnen «, sprach METO und fuhr vor: »Gehe nun deinen vorbestimmten Weg auf CUBE, er erweitert dein Wissen, zeigt dir die alte Welt, wie sie eins war und somit den Grundstein der Mission und dessen Sinn, wird dich bis zur Transformation begleiten. « » Vergiss mich nicht mein Freund « erklang es noch aus der Ferne.

03. THE NEW POWER
Eine fremde Stimme ließ METO verstummen, bestärkte mich tiefer in CUBE  vorzudringen. Ein kleiner beleuchteter Flur in der Wand wies mir den Weg in eine neue Sektion. Mit jedem Schritt begleitete mich auch das Meer, an dessen Strand ich noch immer stand, erfüllte auch diesen Raum so mit umgebenem Leben. Ich ging auf meine Freunde zu, die noch immer dort verweilten. Sie unterhielten sich, erfreuten sich am Leben, ihre Gesichter von Lachen erfüllt. Der Weg zu ihnen schien kein Ende zu nehmen, die Welt immer größer wurde. Über mir tat sich ein tiefes Blau auf, formte in Mitten weiß strahlende Wolken. Ich kannte nur stickiges dumpfes Gelb und brennendes Rot. Sattes Grün tat sich auf, säumte meinen Blick, eine Fauna, die ich nur aus Erzählungen unserer Gelehrten kannte. Bäume und Sträucher schmückten sich mit Früchten in allen Farben und Formen. Den Anblick kann ich nicht in Worte fassen, es doch etwas ist, was ich nie kennengelernt.
04. ILLUSION
Ich neigte mich nach vorn, vor mir im Sand noch immer meine Freunde mit dem Rücken zu mir saßen. Ich legte eine Hand auf eine Schulter, zeitgleich ein Gesang von Stimmen erklang. Wärme verspürte ich von fremder Haut, jedoch keine Reaktion des Freundes. Sie bemerken mich einfach nicht, schauen mir nicht in die Augen. Jede Berührung, jedes Wort führt ins Leere. Warum sehe ich sie, spüre ihre Körper, höre ihre Worte, ich für sie aber nicht zugegen schien zu sein? Sollte an diesem Ort alles nur Illusion sein? Ich versank in tiefer Traurigkeit.
05. ROOM OF HISTORY
Langsam richte ich mich auf und verlor dabei den Kontakt zum Boden. Ganz sanft gleite ich in die Höhe, unter mir das Meer, das wie ein Spiegel den Himmel über mir zeichnet. Immer höher zieht mich diese fremde Macht, dem Blau entgegen. Die Wolken durchdringend schwebe ich über einen Planeten, so wie er einst geboren. Langsam trübt das Bild, Sturm und Feuer toben ober das Land, Öde breitet sich aus, von ihr getrieben Tier und Mensch. Wasser raubt Land und der Tod überall allgegenwärtig. »Dies ist ein Blick zurück Samuja, unaufhaltsam für jede Macht, jeder irdische Tag bringt das Ende näher. «, erklang eine metallische Stimme aus der Ferne. »METO?«, fragte ich. »Nein, METO existiert nicht mehr, ab hier bin ich dein neuer Begleiter,... ich bin CUBE.«
06. MY NEW COMPANION
Nach diesen Worten war ich im Begriff seelisch tief zu fallen, METO mein zweites Ich war gegangen, für immer ausgelöscht, doch dieses Verlustgefühl verschwand genauso schnell wie es gekommen. Wieder befand ich mich in einer neuen Umgebung, die Sektionen immer größer wurden. »Ich befreie dich von jeglicher Last, die dich deiner Kraft berauben tut, die du für deinen Weg aber brauchst«, erklang wieder die Stimme von CUBE. Stunde um Stunde füllte mein neuer Begleiter mein Wissen, im Minutentakt verstand ich komplexe Datensätze, deren Erstellung Jahrzehnte wohl benötigten. Das Erklingen seiner Stimme wurde zu festen Bestand meines Daseins, jede Minute Schweigen fühlte sich an wie ein Verlust meiner selbst. Ich besaß kein Zeitgefühl mehr und es sah so aus, als ob ich noch am Anfang meiner Mission stehen würde.
07. WATER FROM EYES

»Guten Morgen Samuja « weckte mich CUBE. »Heute werde ich dir das aufzeigen, was du in deiner Kindheit nicht verstanden. «  »Dafür begibst du dich in den nächsten Sektor. « und mit diesen Worten öffnete sich unter meinen Füßen ein weites Portal von gigantischen Ausmaßen.  Ich schwebte in meine Kindheit zurück, sah mich mit Gleichgesinnten im Lehrraum sitzen, sah durch die gläserne Wand, wo uns jeden Monat biologische Menschen beim Lernen zusehen dürften. Es waren wohl Menschen, die uns gut gesinnt. Ich erinnere mich noch genau an so manch komische Situation. Bei manchem Bio-Menschen tropfte Wasser aus den Augen und stetig wischten sie sich im Gesicht rum. Wir nannten sie heimlich die "Undichten". Es war uns strengstens untersagt, diese Art Wörter auszusprechen. Plötzlich durchkreuzte CUBE meine Gedanken: »Diese Tropfen nennt man Tränen, eine biologische Reaktion auf zugefügtes Leid, Schmerz oder innerlicher Trauer. « Die Stimme von CUBE schien näher zu kommen: »Nur der rein biologische Mensch ist in der Lage, Emotionen in dieser Form zum Ausdruck zu bringen, das nennt man Weinen. «  CUBE schob mich tief in die Zeit zurück, ich jetzt auf der anderen Seite der Glaswand an einem Tisch saß und ich in die Gesichter voller Tränen sah, weinende Gesichter. »Zu jener Zeit war es notwendig, euch eure wahre Herkunft zu verschweigen, die Mission war oberstes Gebot, Emotionen immer auch eine Gegenreaktion hervorrufen und dem Projekt im Wege gestanden hätten.« Die Stimme von CUBE entfernte sich zunehmend, ich nur noch Augen für dieses Weinen hatte und starrte durch das Glas in die verzerrten Gesichter. »Samuja, du wurdest nicht erschaffen, du kamst wie die Menschen hinter diesem Glas rein biologisch zur Welt, geboren ohne jede Mechanik und implantierten Prozessoren.« Das vernommene zu verarbeiten viel mir schwer, wir aber wussten vom "Tag der Aufklärung. »Hinter diesem Glas stehen eure leiblichen Eltern«, sprach CUBE, seine Stimme irgendwie bedrückt klang. »Ich lasse dich jetzt für einen Moment in deiner Geschichte verharren, einen Augenblick nur für dich. « Das Glas verschwand und eine Hand berührte mich sanft, begleitet von Worten, die ich nicht recht verstand. Sie füllten den Raum mit Liebe, Geborgenheit aber auch Sehnsucht. Die Zeit rann dahin und langsam legte sich ein Schleier auf das Bild, verschwand das, was weit zurück, aus der Tiefe ich nur nach das Rufen meines Namens vernahm.  
08. PORTAL OF TIME
Ein unbekanntes Gefühl ergriff zunehmend meinen ganzen Körper, ich wollte mehr über meine Vergangenheit wissen, wollte noch weiter zurück in die Zeit, die Antworten wohl nur CUBE wisse. Ich brauchte nicht zu fragen: »Du bist schon weit gekommen und es gibt hier einen Ort auf CUBE, der alles Wissen vereint, hinter ihm nur noch das Vergessen kommt. « Ich schritt auf ein grelles Licht zu, dahinter sich ein gigantisches Portal auftat. Ich wurde umringt von Milliarden Bildern und deren Geschichte, jeder noch so kleine Gedanke, jede geringste Frage, CUBE gab Antwort, das Wissen aus Jahrtausenden drang in mich ein. Mit jedem gesprochenem Wort  wuchs mein Vertrauen in ihm. Hier schien die Zeit so unendlich klein. In Sekunden ließ ich Jahrhunderte zurück. »Ein Teil dessen, was du hier gesehen wirst du vergessen« sprach CUBE am Ende der Jahrtausend-Reise.   »In der nächsten Sektion, dem Herz von CUBE wartet eine vertraute Stimme auf dich, sie gewährt dir Zeit innerlicher Ruhe und lehrt dir das Vergessen, was unumgänglich. «
09. CUBE
Die Bilder aus vergangenem verschwanden, die ganze Pracht eines Planeten tat sich auf, die Sonne leitete mich durch deren Wolken, ich in Erden Schoße viel. Vertraut war die kleine Welt aus Haus und Grün, aus Zimmer und deren Leben darin. Über allem schwebt die Stimme meiner Mutter, ihr Antlitz von weißem Licht umrahmt, sie mich willkommen hieß. Ich dürfe bleiben, es ist ein Platz für immer, wenn ich hader und zweifle, wenn ich glaube der Aufgabe nicht gewachsen, die mir gestellt. Der Preis ist das verharren in dieser Illusion, hingegen mein Streben zum Erfolg nur das Vergessen bringt.  Ich war daheim und Tränen liefen über mein Gesicht, ich nun habe die Wahl. Das Glück werde ich als Gefangener der Zeit nicht finden, eine Uhr die tickt und schlägt, ihre Zeiger jedoch am Platze bleiben.  Aber wie groß werden die Wunden des Vergessens sein?
10. THE TRANSFORMATION
»So liegst du jetzt vor mir, gibst dich meiner hin, gefallen deine Entscheidung, aus tiefsten Herzen diesen Weg zu gehen. «  »Es werden nicht viele, aber schon bald werdet ihr vereint, zusammen die letzte Reise beschreiten, auf der Suche nach einem Ort, auf dem nur das gedeiht, was ihr gelernt. « Ich fühlte mich schwerelos, mein Atem wich aus meinem Körper, befreiend jeder Stoß aus dem Innern. »CUBE? «  »Ich bin hier Samuja, ich bin hier. « Mein Körper wurde leichter, wie in einem Traum sah ich auf alles herab, schwebte höher und höher, von jeglicher Last befreit. Ich breitete die Arme, doch konnte sie nicht sehen, griff mir ins Haar, fühlte es aber nicht und stieg weiter und weiter empor. Ich drehte mich im Kreise wie Blätter im Wind, leuchtend feiner Staub mich umgab, in allen Farben formte er sich stetig neu. »Verstehe, was du siehst Samuja, du umgibst dich selbst, du formst dich stetig neu, du bist diese leuchtende Kraft, du bist Materie, es ist vollbracht «, erklang CUBE. Am Boden wurde es Licht, dort ein schlafender Junge mit einem Lächeln im Gesicht. Wie ein Spiegelbild meiner selbst lag er da und je näher ich kam, desto mehr verblasste das Bild. Ein Lichtstrahl durchkreuzte das Geschehen und zog mich magisch an, führte mich durch unzählige Räume und Gänge bis vor das Tor, wo ich eins gelandet.
11. INFINITY
Ich war nicht allein, umringt von meinen Freunden, des es bis hier geschafft, schwebten wir vor dem Tor, wartend auf das Zeichen zum Aufbruch in die Unendlichkeit, wir hatten uns soviel zu sagen.  »Nur gutes werdet ihr von hier mit auf die Reise nehmen, nichts euch aufhalten kann «, erlösend die Stimme von CUBE erklang. »Geht nun den Weg eurer Bestimmung, sollt ihr finden wonach wir vergeblich suchten. «
Wir stürzten ins Freie, in die ewige Unendlichkeit. Unzählig waren die Wörter unter uns, die in Sekunden zu hören und langsam im Universum verstummten.


offizielle Bandseite: www.the-eye-music.eu

 
 
 
 
 


TRACK LIST

01] SPERARE 11 (00:00:00)
02] VISUAL WORLD (00:07:32)
03] THE NEW POWER (00:14:54)
04] ILLUSION (00:19:23)
05] ROOM OF HISTORY (00:24:38)
06] MY NEW COMPANION (00:29:55)
07] WATER FROM EYES (00:37:06)
08] PORTAL OF TIME (00:47:20)
09] CUBE (00:53:15)
10] THE TRANSFORMATION (01:01:23)
11] INFINITY (01:18:12)

 


GENERAL

release:
05.2019

copyright:
MediaCellarMusic-Records
SAD Vanc.

cover:
mcm

contact mcm:
mediacellar.de

contact artist:
the-eye-music.eu

 
 
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